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18. Februar 2026

Sicheres Autofahren bei Regen – darauf musst du achten

Warum Regen im Strassenverkehr so gefährlich ist Rutschiger Asphalt und verlängerte Bremswege

Schlechte Sicht durch Spritzwasser und beschlagene Scheiben

Regen verändert die Fahrbedingungen im Strassenverkehr sofort und spürbar. Die Fahrbahn wird rutschig, der Bremsweg verlängert sich und die Sicht verschlechtert sich deutlich. Besonders bei starkem Regen steigt zudem die Gefahr von Aquaplaning. Wer bei Nässe unterwegs ist, sollte deshalb sein Fahrverhalten bewusst anpassen und besonders aufmerksam fahren.

In diesem Beitrag erfährst du, warum Regen so gefährlich sein kann und welche konkreten Massnahmen dir helfen, auch bei schlechten Wetterbedingungen sicher ans Ziel zu kommen.

Warum Autofahren bei Regen gefährlich ist⚠️ 

Rutschiger Asphalt
Vor allem zu Beginn eines Regenschauers ist die Unfallgefahr erhöht. Schmutz, Staub und Ölreste auf der Strasse vermischen sich mit dem Wasser und bilden einen schmierigen Film. Dadurch nimmt die Haftung der Reifen ab und das Fahrzeug kann schneller ins Rutschen geraten.

Längerer Bremsweg
Auf nasser Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg deutlich. Je höher die Geschwindigkeit, desto stärker wirkt sich dieser Effekt aus. Das bedeutet: Du brauchst mehr Abstand und mehr Reaktionszeit, um sicher zum Stillstand zu kommen.

Eingeschränkte Sicht
Regen beeinträchtigt die Sicht gleich mehrfach: durch Regentropfen auf der Windschutzscheibe, durch aufgewirbeltes Spritzwasser anderer Fahrzeuge und durch beschlagene Scheiben im Innenraum. Schlechte Sicht ist einer der häufigsten Risikofaktoren bei Regenfahrten.

Aquaplaning
Wenn sich Wasser auf der Fahrbahn sammelt, können die Reifen den Kontakt zur Strasse verlieren. Das Fahrzeug „schwimmt“ auf dem Wasserfilm und reagiert kaum noch auf Lenk- oder Bremsbewegungen. Dieses Phänomen nennt man Aquaplaning und es kann besonders bei höheren Geschwindigkeiten auftreten.

6 Tipps für sicheres Fahren bei Regen

  1. Tempo reduzieren
    Passe deine Geschwindigkeit immer den Wetter- und Strassenverhältnissen an. Auch wenn kein Tempolimit unterschritten wird, kann langsameres Fahren bei starkem Regen entscheidend für deine Sicherheit sein.
  2. Sicherheitsabstand vergrössern
    Bei Nässe gilt als Faustregel: mindestens doppelter Abstand im Vergleich zu trockener Fahrbahn. So gewinnst du wichtige Sekunden, um auf plötzliches Bremsen oder Hindernisse reagieren zu können.
  3. Sanft bremsen und lenken
    Vermeide hektische Lenkbewegungen oder abruptes Bremsen. Fahre vorausschauend und gleichmässig. Nutze wenn möglich die Motorbremse und reduziere die Geschwindigkeit frühzeitig.
  4. Aquaplaning richtig erkennen und reagieren
    Typische Anzeichen sind ein plötzlich leichtgängiges Lenkrad oder eine steigende Motordrehzahl ohne Beschleunigung. Wichtig: Nicht stark bremsen und keine ruckartigen Lenkbewegungen machen. Kupplung drücken (bei Schaltgetriebe), Fuss vom Gas nehmen und das Fahrzeug kontrolliert ausrollen lassen, bis die Reifen wieder Grip haben.
  5. Licht einschalten
    Schalte bei starkem Regen immer das Abblendlicht ein, auch tagsüber. So siehst du besser und wirst von anderen Verkehrsteilnehmern früher wahrgenommen. Nebellichter dürfen nur bei erheblich eingeschränkter Sicht verwendet werden.
  6. Für klare Sicht sorgen
    Kontrolliere regelmässig deine Scheibenwischer und ersetze abgenutzte Wischerblätter rechtzeitig. Nutze Lüftung und Klimaanlage gegen beschlagene Scheiben. Saubere Scheiben innen und aussen verbessern die Sicht erheblich.

Zusätzlicher Sicherheits-Tipp: Fahrzeugzustand prüfen!
Nicht nur dein Fahrverhalten zählt – auch dein Fahrzeug muss auf Regen vorbereitet sein. Achte besonders auf:

  • Ausreichende Profiltiefe der Reifen
  • Funktionierende Beleuchtung
  • Intakte Bremsen
  • Genügend Scheibenwischwasser
  • Gute Reifen mit ausreichend Profil reduzieren das Risiko von Aquaplaning deutlich

 

Unser Tipp als Fahrschule
Gerade bei Regen zeigt sich, wer wirklich vorausschauend und defensiv fährt. Sicheres Autofahren bedeutet, Risiken frühzeitig zu erkennen und ruhig zu reagieren. In unseren Fahrstunden üben wir gezielt das Fahren bei unterschiedlichen Wetterbedingungen, inklusive Regen und nasser Fahrbahn. Denn Sicherheit im Strassenverkehr entsteht durch Erfahrung, Wissen und die richtige Fahrtechnik.

Also:
Regen ist kein Grund zur Panik – aber ein klarer Grund für erhöhte Aufmerksamkeit. Wer Geschwindigkeit anpasst, genügend Abstand hält und ruhig fährt, reduziert das Unfallrisiko deutlich. Mit der richtigen Vorbereitung und einer defensiven Fahrweise bleibst du auch bei schlechtem Wetter sicher unterwegs.

 

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